Für die Ausbildung nach Deutschland

2013-07-17, Nienburg: Die Harke berichtet über unseren Auszubildenden Javier Barranco

Francisco Javier Barranco López lernt bei der Firma Bürgel / Schon früh Verbindung nach Deutschland

Wer sich mit Francisco Javier Barranco López unterhält, ist sofort beeindruckt von dem fließenden Deutsch, das der junge Spanier spricht. Diese Sprachkenntnisse waren allerdings auch Voraussetzung dafür, dass der 21-Jährige eine Ausbildung in Deutschland machen kann: Die Firma Bürgel bildet ihn zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik aus.

Für uns ist das ein Beitrag dazu, dass Europa zusammenwächst und wir jungen Menschen, die in ihrer Heimat von Arbeitslosigkeit bedroht sind, Perspektiven geben“, sagt Geschäftsführer Eberhard Bürgel. Der Kontakt zu Javier kam über die Handwerkskammer Hannover zustande, und obwohl die Firma zu dem Zeitpunkt schon drei Azubis für das aktuelle Ausbildungsjahr hatte, beschlossen Eberhard Bürgel und sein Sohn Amadeus, Projektleiter im Unternehmen, Javier als vierten einzustellen.

Ich habe mich über Skype mit ihm unterhalten und sofort gemerkt, dass er zu uns passt“, erinnert sich Amadeus Bürgel. Ende Mai flog der junge Spanier für einen Tag nach Deutschland, um sich persönlich bei den Bürgels vorzustellen – der Flug wurde in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer über ein Förderprojekt finanziert. Als Javier beim Vorstellungsgespräch ebenfalls einen guten Eindruck machte, halfen Eberhard und Amadeus Bürgel auch gleich bei der Wohnungssuche - mit Erfolg: Javier hat einen Arbeitsweg von etwa 800 Metern.

Seit dem 1. August macht er nun seine Ausbildung und ist damit sehr zufrieden. „Ich finde besonders den Bereich der erneuerbaren Energien interessant“, sagt er. Mit seinen neuen Kollegen kommt er gut zurecht. „Erst haben sie mich öfter nach meinem Namen gefragt, aber jetzt wissen sie, wie ich heiße“, lacht der 21-Jährige. Auch zu Kunden hat er schon erste Kontakte gehabt: „Sie waren nett und haben mir viele Fragen gestellt, das war in der Berufsschule am Anfang genauso“, erzählt Javier.

In der Schule ist er mittlerweile ein Schüler wie jeder andere, und auch in die Gemeinschaft der Azubis und Mitarbeiter hat er sich laut Eberhard Bürgel gut integriert. Die Ausbildung verläuft für den jungen Spanier genau wie für seine deutschen Kollegen und dauert dreieinhalb Jahre. Die Bürgels sind jedoch schon jetzt überzeugt davon, dass er aufgrund guter Leistungen auf drei Jahre verkürzen kann.

Javier findet es gut, dass eine Ausbildung in Deutschland so lange dauert. „In Spanien sind es lediglich ein oder maximal zwei Jahre, und man verbringt nur einen Monat im Betrieb. Das war ein wichtiger Grund für mich, nach Deutschland zu ziehen, denn in einem Jahr kann man einen Beruf nicht lernen“, sagt der junge Mann, der sich bewusst für eine Ausbildung im handwerklichen Bereich entschieden hat. „Ich bin sehr aktiv und kann nicht still sitzen. Ich habe schon mal auf einer Baustelle gearbeitet, und das macht mir mehr Spaß als die Arbeit im Büro.

Seine Verbindung zu Deutschland ist nicht erst in diesem Jahr entstanden. Javiers Eltern haben früher in Hamburg gewohnt und ihre Kinder zweisprachig erzogen. Eineinhalb Jahre in einem Internat in der Nähe von Schleswig trugen ebenfalls zu den guten Deutschkenntnissen des jungen Spaniers bei.

Was er an Deutschland besonders mag, ist das oft kühle Wetter. „In Spanien ist es mir viel zu heiß, mittags kann man deswegen nicht mal rausgehen.“ Unterschiede hat er auch in den Umgangsformen festgestellt. „In Spanien gibt man sich zur Begrüßung zwei Küsse auf die Wangen, nur Männer untereinander geben sich die Hand. Damals im Internat gab es eine peinliche Situation, weil ich einer Lehrerin Küsse geben wollte“, erinnert sich Javier. Heute würde ihm das nicht mehr passieren, denn die deutschen Gepflogenheiten sind ihm mittlerweile bestens vertraut.

Auch wenn er fließend Deutsch spricht, lernt er noch immer das ein oder andere Wort dazu, bringt aber auch den Deutschen gern etwas bei. „Vielleicht kann ich ja einige Sätze auf Spanisch, wenn Javier seine Ausbildung abgeschlossen hat“, hofft Amadeus Bürgel.

Bis dahin vergeht jedoch noch etwas Zeit. Was er nach dem Abschluss seiner Ausbildung machen will, weiß der junge Spanier noch nicht genau. „Auf jeden Fall möchte ich gern in Deutschland bleiben und als Geselle arbeiten, obwohl ich keine Probleme hätte, einen Job zu finden, wenn ich nach Spanien zurückkehren würde.

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Javier Barranco steht im Teilelager vo Kupferfittingen
Francisco Javier Barranco López steht in der Werkstatt vor einem großen Regal mit Fittingen zur Installation von Rohrleitungen. Welche Größen und Materialien es gibt, muss er noch lernen.

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